Schau mir in die Mandoline, Kleines! #udwue

Weniger entspannt und viel später begann mein Umsonst und Draussen gestern für mich.

Machte nichts, denn die zwei Bands, die ich sehen wollte habe ich jetzt gesehen und gehört.

Aber vor das Vergnügen haben die Götter das Warten gestellt. Dieses Jahr in Form eines vollen Talavera-Parkplatzes. Ich weiß nicht, ob es dieses Jahr wirklich mehr Menschen waren oder wir nur ein bisschen spät dran waren, aber der Einlass am Parkplatz war etwas unkoordiniert bis knapp an die Verkehrsbehinderung. Immerhin haben wir dann, mal wieder, einen schon fast VIP-verdächtigen Parkplatz in der Nähe des Eingangs bekommen.

Okay, an der Stelle haben wir dann wirklich mal das rote Bändchen ums Handgelenk genutzt und uns nicht brav am Eingang eingereiht, sondern die Fast-Lane ein paar Meter weiter genommen.

Menschenmassen

 Dort steht man dieses Jahr dann nicht mehr im Backstage sondern neben dem puls-Zelt und der Drinnen-Bühne. Auf letzterer waren gerade Markus Rill & The Troublemakers am spielen und ich muss sagen, dass es sich echt gut angehört hat. Ich muss nämlich hier mal zu meiner Schande gestehen, dass ich zwar schon mit Markus auf den Mainwiesen Fussball gespielt habe, seine Musik aber bisher nicht auf die Ohren bekommen habe.

Markus Rill

Sehr anhörlich muss ich sagen, auch wenn man nur vor dem Zelt steht. Das geht, so zumindest mein Eindruck, ein bisschen in der neuen Aufteilung unter. Man strömt im Elan der Eingangskontrolle mehr oder weniger daran vorbei. So wie man eben in den letzten Jahren auch am Zelt neben der Draussen-Bühne vorbeigeströmt ist. Für meinen Geschmack verliert es sich wirklich ein bisschen. Nach der Drinnenbühne kommt erstmal lange nichts. Die Kunstinstallation der Laserkolas, Futter und Kunststände, aber nichts was einen im Drang zur Draussen-Bühne zu kommen wirklich bremst. Die steht dieses Jahr ein bisschen schief, was aber nicht am Hochwasser liegt.

IMG_5502Auf dem Plan ist das durchaus ne schicke Sache, in der Realität kam es mir dann gestern selbst bei Bon’s Balls ein bisschen leer vor. Ob es das wirklich war oder ob auf einmal für die gleiche Anzahl von Menschen nur mehr Platz da war, kann ich nicht sagen. Es fühlt sich auf jeden Fall kleiner an.

Dass das Festival dieses Jahr, zumindest Band-technisch, kleiner geworden ist stimmt zwar, aber muss es sich deswegen auch so anfühlen?

Größer und offener fühlt sich auf jeden Fall der Backstage-Bereich an, in den ich aber nur einen kurzen Blick geworfen habe.

IMG_5496Aber eigentlich geht es ja auch um was anderes: Um Musik!

Bon’s Balls hat wie immer super Stimmung gemacht. Jede Menge Liedgut von AC/DC zum mitgröhlen und abrocken.

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Gesehen hatte ich die Jungs ja schon mehr als einmal, in so fern war der Überraschungsmoment, den das U&D ja immer mit sich bringt, eher klein. Trotzdem tolle Show. Beim Sichten der Bilder habe ich aber eines gemerkt: Mehr U&D ist weniger Bilder. Gerade bei Wiederholungstätern wie Bon’s Balls ähneln sich die Bilder die man macht von Jahr zu Jahr doch sehr. Zwischendurch habe ich kurz mit dem Gedanken gespielt, einfach eines vom letzten Auftritt einfach zwischen die aktuellen Bilder zu mogeln. Nein, ich habe es natürlich nicht getan.

Mehr gefreut, und wird rückblickend wahrscheinlich auch mein Highlight des UDWUE13 bleiben, habe ich mich da auf die drei von Mandowar. Ein Video hat gereicht, um innerlich ein GEILGEILGEIL! bei mir auszulösen. Und ich muss sagen:

Kinder, das hat sich mal sowas von gelohnt!

Den Armen Musikern von Mandowar wurden reihenweise sehr geniale Songs geklaut und teilweise wurde dafür bis heute nicht bezahlt.

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Metal mit viel Augenzwinkern und dem ständigen Gefühl, dass die Jungs aus Wetzlar ihren Idolen damit auf die allerfeinste Weise huldigen. Der Award für „Gänsehautmoment des Festivals“ geht jetzt schon an ihr „Fear of Death the Dark“ (Danke für die Hinweise und Asche über mein Haupt) dass ihnen Iron Maiden geklaut hat. Gran-di-os!

Den Rest der Bilder gibt es hier jetzt zum durchklicken. Und ja, es ist Absicht, dass den Bildern die Farbe fehlt. Ich wäre da auch für Feedback dankbar wie es denn draußen so ankommt. Für mich persönlich muss ich sagen, dass es schon was hat.

 

Transparenz-Fussnote:

  • Fastlane beim Eingang benutzt, weil ich keine Lust auf anstehen hatte
  • 50 Cent Pfand gespendet, weil ich keine Lust auf anstehen hatte

 

7 Kommentare

  1. Dominik sagt:

    Fear of the Dark!
    Nicht Fear of Death.
    War aber ein geiler Auftritt von den Jungs

    1. hazamel sagt:

      Korrigiert!

      Danke für den Hinweis. Grandios war es trotzdem!

  2. Holger Zimmermann sagt:

    Du hast da in vielem Recht.
    Mandowar waren super, auch wenn das Konzept nicht neu ist, siehe Hayseed Dixie oder die Anfange von BossHoss.
    Das Gänsehautlied von Iron Maiden heisst übrigens ‚Fear of the dark‘ 😉

    1. hazamel sagt:

      Auch hier danke für den Hinweis 🙂

      Mit BossHoss bin ich nie so warm geworden. Am Anfang war es nett und später durch ihre Omnipräsenz auf allen Kanälen dann erst recht nicht mehr.

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